Die größten Chancen für Unternehmensentwicklung sind in Zeiten von Krisen oder Unsicherheiten gegeben

„Hallo Herr Hertfelder, wir sind momentan noch dabei das Projekt zu prüfen. Eine Beauftragung wird vorerst nicht erfolgen.“ Diese Sätze hörte man in den vergangenen drei Monaten nicht selten. „Sie wissen ja wie das ist.“, ist meist der zweite Zusatz des Kunden. Nur gerade in diesen Zeiten gilt es nun nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Erfolgreiche Unternehmen haben diese Chance stets ergriffen und mit der Vorbereitung für die Zeit des Aufschwungs genutzt. Es gibt viele Dinge die man selbst vorantreiben kann. Und das auch ohne große Hilfe von Extern.“

Ich möchte Ihnen hiermit ein Thema an die Hand geben, mit welchem Sie den o.g. Effekt nutzen können. Es lautet „Erfordert das Thema Digitalisierung einen Umbau oder Neuaufbau?“.

Beste Grüße

Ihr Tobias Hertfelder

Erfordert das Thema Digitalisierung einen Umbau oder Neuaufbau?

„Bei dem Wort „Umbau“ höre ich schon die Bagger, die sprichwörtlich anrollen“, sagte einer unserer Kunden im vergangenen Herbst. Er schilderte somit anschaulich, dass sich hinter dem Wort „Umbau“ in 90 % der Fälle der Neubau versteckt. Kann man von einem Umbau sprechen, wenn von einem ERP-Projekt nur die Fassade stehenbleibt? Hat man letztlich einen „Neuaufbau“ im alten Gewand?

Fest steht, dass ein Umbau letztlich kein verkappter Neubau sein darf. Deshalb sollte man hellhörig werden, wenn es um Themen wie „Restrukturierung“ usw. geht. Schönrednerei ist eine ungute Tradition. Es gilt bei der Digitalisierung genau hinzusehen. Denn hier werden Fehler fast nicht verziehen. Der Grund ist die Geschwindigkeit. Sind Sie einmal abgehängt, bleibt Ihnen im Markt meist nur die Nachahmer-Rolle.

Wir haben uns im letzten Herbst Gedanken gemacht, wie so ein Transformationsprozess bei unseren Kunden aussehen kann. Nach kurzer Zeit bemerkten wir, dass eine Verwertung der vorhandenen Dinge, die meist nur teilweise umgesetzt wurden, wesentlich aufwändiger ist, als eine Digitalisierungsstrategie komplett neu zu durchdenken (siehe Abb. 1, rechts). Eine Berücksichtigung aller begonnenen Digitalisierungsthemen führt zu eingeschränktem Denken und lässt niemals ein mögliches Optimum zu.

Umsetzungs-Booster

Wenn Gefahr droht, den Anschluss zu verlieren, hilft nur ein Booster, der Sie zurück auf die Erfolgsspur bringt, um anschließend Expertenwissen intern aufbauen zu können. Hierzu ist wichtig, dass dieser Transformationsprozess nur durch externe Unterstützung erfolgreich wird. Denn für die Digitalisierung gerüstet zu sein bedeutet nicht, dass Sie eine funktionierende IT-Abteilung haben. Tappen Sie hier nicht in die „Sparfalle“. Wenn Sie das Know-how intern verfügbar haben, dann gehören Sie zu den Digitalisierungs-Vorreitern und wir gratulieren Ihnen dazu. Wenn nicht, dann sollten Sie sich das Projekt von einem externen Helfer anschieben lassen und analog mit dem Aufbau von Expertenwissen beginnen.

Kuschelkurs

Viele verfahren nach dem Prinzip: Augen zu und durch – wird schon gut gehen. Sie setzen mal hier und da ein kleines Budget ein, um das Gewissen zu beruhigen. „Wir haben bisher alle Themen selbst hinbekommen, nun werden wir auch das Thema Digitalisierung in den Griff bekommen.“ Das Problem dabei ist, dass noch bei keinem anderen Thema in der Vergangenheit der Anteil an der Wertschöpfung in so kurzer Zeit so einschneidend war. Wir Deutschen lieben Crash-Propheten, wenn es um Datenschutz, Waldsterben und Vogelgrippe geht. Die Ruhe selbst aber sind wir beim Thema Digitalisierung, obwohl die Gefahren hier wesentlich dramatischer sind.

Aufbau Expertenwissen

Machen Sie das Projekt zu Ihrem Projekt und verringern Sie die Abhängigkeit von externen Experten – zumindest im Bereich der Umsetzung. Damit sichern Sie nachhaltig das Wissen innerhalb Ihres Unternehmens. Zu beachten ist, dass Philosophie und Unternehmenskultur genauso zukunftsfähig sein müssen wie das spezifische Wissen im Bereich der Digitalisierung. Nur diese Ausrichtung erlaubt Ihnen, die zukünftigen Anforderungen mit geringem externem Aufwand zu bewältigen. Seien Sie gut vorbereitet.

Wunschdenken

Warum kann ein mittelständisches Unternehmen nicht das, was Google und Co. kann?! Ein mittelständisches Unternehmen kann das. Nur leider fehlt es meist an der Qualifikation – eine Folge jahrzehntelanger Vernachlässigung. Die Hoffnungen unserer Kunden liegen darin, dass die nächste Generation mit diesem Thema umgehen kann. Nur surfen im Internet allein reicht eben nicht. Die nächste Generation benötigt eine handfeste digitale Ausbildung. Nur woher sollen die Impulse dazu kommen? Letztendlich von innovativen Unternehmen. Hier sind auch Sie in der Verantwortung.