Eine bereichernde Erfahrung der emotionalen Art

Software-Startup besucht Ulmer Hospizverein anstatt exklusivem Sommerfest

 

Blickwinkel Nach einem kurzen Fußmarsch steht die Gruppe des Software-Startups H&F Solutions im Eingangsbereich eines renovierten Gebäudes im Herzen der Donaustadt. Die gelungene Mischung aus Alt- und Neubau beheimatet das Ulmer Hospizhaus. Noch etwas verwundert blicken die Mitarbeiter der Spezialisten für Unternehmensvernetzung drein, als sie von der Leiterin des Hospizhauses, Claudia Schumacher, herzlich begrüßt werden.

Anstatt eines sonst gewohnt lockeren Teambuilding-Events – im vergangenen Jahr gab es eine E-Bike-Tour im Allgäu – geht es diesmal zwar auch emotional aber einiges tiefgründiger zu. Bei sonnigenTemperaturen geht es hinaus in die weitläufige Gartenanlage, von der man seinen Blick auf den Ulmer Dom schweifen lassen kann.

Claudia Schumacher zeigt sich erfreut über den Besuch und dass „so viele junge Menschen“ mehr über die Arbeit und das Leben im Hospiz erfahren möchten. „Es bedeutet mir viel, wenn ich über unsere Arbeit und die Hospizidee, die dahinter steht, berichten darf.“

Gebannt lauschen die Mitarbeiter der IT-Spezialisten den Ausführungen von Frau Schumann. Neben sehr bewegenden Schicksalen, die sich im Hospiz zugetragen haben, beeindruckt die Besucher die Beharrlichkeit von Claudia Schumann, mit der sie und ihr Team hinter ihrer Vision stehen. 

Seit der Gründung des Vereins Hospiz Ulm e.V. vor 28 Jahren war den drei Gründerinnen um Claudia Schumann klar, dass Sie einen Ort schaffen möchten, an dem unheilbar kranke Menschen würdevoll von ihren Liebsten Abschied nehmen können. Als sie dann den Altbau in der Innenstadt vermacht bekamen, war für Claudia Schumann und ihre Mitstreiter klar, dass dieses Gebäude die Heimat ihres Hospizvereins werden würde – trotz aller Skepsis Außenstehender und dem Gegenwind, der ihnen entgegenschlug.

Mit viel zeitlichem aber auch finanziellem Aufwand wurde das alte Gebäude nach und nach umgebaut und zu einem ganz besonderen Ort. Einem Ort mit Charme, der unheilbar kranken Menschen am Ende ihres Lebens so viel Erfüllung wie möglich und ihren Familien Verständnis, Halt und Kraft gibt. 

„Einfach machen“ und „das für sich richtige entscheiden“, egal was Außenstehende darüber sagen, lautet die schlichte aber beeindruckende Antwort von Claudia Schumann auf die Frage nach ihrem Antrieb. Diese Beharrlichkeit der Gründerinnen und die aufopferungsvolle Arbeit samt gegenseitiger Bestärkung im Team ließen die Vision Hospizhaus Wirklichkeit werden.

Sätze wie „Das schafft ihr doch nie“ erinnern Tobias Hertfelder an die Anfangszeiten der H&F Solutions. Seit Bestehen der Vision der H&F Solutions bekam auch er Worte wie diese zu hören. Der Geschäftsführer und CEO hat den Kontakt zum Hospizverein hergestellt und seine Mitarbeiter mit dem Besuch überrascht. Noch am Morgen dieses ganz speziellen Ausflugs wussten die Mitarbeiter nur, dass das diesjährige Sommerfest in Ulm stattfinden würde. Die Parallelen zu den Anfangsphasen des mit Philipp Futterknecht gegründeten Startups werden an diesem Tag für alle Teilnehmer deutlich.

„Viele Besucher sind positiv überrascht, wenn sie hierher zu uns kommen.“ Schumann ist es wichtig, dass das Hospiz nicht nur als Ort des Abschieds und der Trauer wahrgenommen wird. Aus diesem Grund werden regelmäßig Veranstaltungen wie Theateraufführungen oder Konzerte im Park abgehalten. So werden die unheilbar kranken Menschen nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, sondern können weiterhin Teil davon sein. Gerade solche Veranstaltungen ermöglichen Momente den grauen Alltag auszublenden und nochmals all die schönen Dinge zu erleben – das Hier und Jetzt genießen. 

Sich offen mit dem Sterben und dem Tod auseinanderzusetzen ist in unserer Gesellschaft leider noch immer ein Tabuthema. Deshalb liegt es dem Hospizvereins am Herzen, den Tod als Teil des Lebens wahrzunehmen. Ohne den – etwas überspitzt ausgedrückt – das Leben sicher weniger reizvoll und auch lebenswerter wäre.

Dass das Ulmer Hospizhaus etwas ganz Besonderes ist, wird nicht nur beim liebevollen Umgang der Pflegekräfte mit den Bewohnern deutlich. Ein Beispiel hierfür ist die große Dachterrasse, die nach langem Hin und Her und einigen finanziellen Wagnissen realisiert werden konnte. „Manche Hospizbewohner möchten auf der Dachterrasse mit ihren Liebsten die letzten Momente ihres Lebens verbringen oder noch einmal unter dem Sternenhimmel schlafen. Sie ist das Herzstück unseres Hauses. Ohne die Terrasse wäre es nur halb so wertvoll“, ergänzt die Heimleiterin. All das finanzieren „gesunde Menschen“ durch Spendengelder, wofür Schumacher sehr dankbar ist.

Am Ende des Besuchs waren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der H&F Solutions einig, dass sich der überraschende Besuch im Ulmer Hospiz und der damit verbundene Verzicht auf ein extravagantes Sommerevent gelohnt hat. Vielmehr hat er bei jedem einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die eigenen Werte und die Einstellung zum Leben wurden in ein anderes Licht gerückt. 

Da die Arbeit des Hospizhauses nur durch Spenden aus der Bürgerschaft fortgesetzt werden kann, zeigte sich Frau Schumann sehr erfreut, als Geschäftsführer und CTO Philipp Futterknecht ihr am Ende des Besuchs einen Spendenscheck in Höhe von 1000 € überreichte. Weitere Informationen zum Ulmer Hospizhaus gibt es unter: www.hospiz-ulm.de

 

Gerne stehe ich für nähere Informationen zur Verfügung.

Valerie Lee

Leitung Marketing

+49 (0) 79 51 / 29 79 98-0 valerie.lee@hf-solutions.co