Warum ein ERP-System in Zukunft nie alle Aufgaben übernehmen kann und wird.

Jeder kennt es: Bei Themen rund um ERP geht es finanziell zur Sache. Vor allem dann, wenn man den Standard verlassen möchte. Das ist jedoch notwendig, um bestimmte Ziele zu erreichen. Spätestens nach dem ersten Angebot durch den ERP-Anbieter ist die Ernüchterung oft groß. Meist übersteigt der nötige Aufwand das erwartete Volumen.

Folgende Gründe sind dafür verantwortlich:

  • ERP wurde geschaffen, um eine wiederholbare Tätigkeit automatisiert auszuführen.
  • ERP soll Daten automatisiert weitergeben können.
  • ERP soll Informationen liefern, um das Unternehmen besser steuern zu können.

Dinge, die sich dabei nicht nach einem gleichbleibenden Muster wiederholen lassen, kosten aber mehr Zeit und Geld, als damit in absehbarer Zukunft erwirtschaftet werden kann. Woran liegt das? Weil ein ERP-System derartige Logiken im Standard nur begrenzt besitzt, Individuallösungen jedoch unverhältnismäßig großen Aufwand verursachen. Denkbar wäre es, diese Logiken einfach zu erweitern. Das wird jedoch in einem immer größer werdenden System immer schwieriger. Deutlich wird dies beim Blick auf die aktuelle Situation im ERP-Markt:

ERP – Stand Ende 2010er Jahre

Das ERP-System deckt alle Grundfunktionen ab – nicht mehr und nicht weniger. Zudem erhält man Zusatzmodule, mit denen das ERP-System erweitert werden kann. Deren Basis ist jedoch ein nicht immer vorhandenes tiefes Verständnis für diese Fachbereiche, wodurch auch hier nur Grundfunktionen abgedeckt werden. Das genügt den Kunden heute jedoch nicht mehr. Sie wollen in jedem Bereich ein gewisses Spektrum an Funktionen zur Verfügung haben. Deshalb erfolgt regelmäßig der Griff zu einem Expertensystem, das mit dem ERP-System verknüpft wird.

Dieses Expertensystem außerhalb des ERP-Systems lässt sich oft nur mit enormem Zusatzaufwand einbinden. Wir haben hier also ein Delta von Anspruch und Realität. Prozesse über den komplexen Wertschöpfungsprozess sind somit heute ohne Individuallösung nicht abbildbar. Als Folge bleibt die Flucht in die Implementierung vieler Einzelsysteme, die mit einer hohen Fehleranfälligkeit von Menschenhand koordiniert werden müssen.

Starres ERP-Schiff

ERP-Herstellern ist daran gelegen die vorhandenen Funktionslücken zu schließen. Deshalb werden die Grundfunktionalitäten stets erweitert. Der große Nachteil dabei: Je größer ERP-Systeme werden, desto mehr Module werden fest angedockt, umso träger wird das Ganze. Und Sie können sich vorstellen, was passiert, wenn dieses Schiff nun noch größer wird. Der Koordinationsaufwand steigt dann ins Unermessliche. Der Fokus wandert vom Kundennutzen hin zum ERP-System.

Man zwingt sozusagen dem Kunden auf, dass er nur das bekommen kann, was das ERP-System abwicklungstechnisch zulässt. Dies hat zur Folge, dass sich mehr Gedanken über das „Wie“ als über das „Was und Wozu“ gemacht wird. Wir schaffen uns ein Konstrukt, das über allem herrscht. Nicht mehr Sie als Entscheider haben die Zügel in der Hand, sondern das ERP-System. Nur in den seltensten Fällen wird das für dauerhaften Erfolg am Markt sorgen.

Das Ziel: Volle Vernetzung

Für uns als Experten liegt die Lösung daher in der vollen Vernetzung vom ERP-System und der dazugehörigen Subsysteme. Es muss eine Ebene geschaffen werden, auf der ein ERP-System ohne die Berücksichtigung aller Eventualitäten des Gesamtsystems automatisch mit den Subsystemen kommunizieren kann. Es muss aus diesem Grund möglich sein, Programme, Module, Bausteine auf IT-Basis am Markt verfügbar zu haben, die es den Unternehmen erlauben, mit wenigen Klicks den Funktionsumfang unkompliziert zu erweitern – ähnlich wie bei einer Onlinebestellung mit nur einem Klick. Als Beispiel können wir uns einen Wareneingang anschauen. Einen Wareneingang abzuwickeln bedeutet heute, viele Klicks in einem ERP-System zu tätigen und das bindet das Personal eine nicht unerhebliche Zeit an das ERP-System.

Erleichterung erhält man hier nur über folgende Wege:

  1. Den Kauf eines Experten-Logistik-Systems

  2. Die Anpassung des ERP-Systems

  3. Die Vernachlässigung von Automatisierung (Handarbeit)

Im Hinblick auf die Kosten liegt der Aufwand bei der Implementierung der ersten beiden Lösungen garantiert im fünfstelligen Bereich. Ganz abgesehen von der internen Manpower, die notwendig ist und einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Für Option drei müsste bei wachsendem Geschäft das Personal proportional dazu erhöht werden.

Was wäre wenn…

… nun einzelne Bausteine am Markt verfügbar wären, die die Anzahl der Klicks im Wareneingang von zehn auf zwei reduzieren könnten?
Richtig, man hätte eine erhebliche Ersparnis. Müsste dieser Baustein fest in das ERP-System integriert sein? Nein. Warum implementiert der ERP-Hersteller diese Funktion also nicht einfach in den Standard? Weil diese Funktion nur einem Teil der Kunden weiterhilft. Bestimmte Kunden benötigen weiterhin die zehn vorgesehenen Schritte.

Wie kann Ihr Unternehmen nun innovativ sein?

Indem Sie etwas anpacken, das in Ihrem Umfeld noch nicht dagewesen ist: die volle Vernetzung. Diese kann ausschließlich über ein Zusammenspiel verschiedener Systeme erfolgen.

Volle Vernetzung bedeutet für uns die Eigenschaft, sich sein System ohne großes Expertenwissen so aufbauen zu können, dass der Kosten-Nutzen-Faktor hoch und die Unabhängigkeit von bestimmten Herstellern gering bleibt. Es gilt hier, innovativ zu werden und nicht den Blick auf Technologien der Vergangenheit zu richten.

Gerne stehe ich für nähere Informationen zur Verfügung.

Valerie Lee

Leitung Marketing

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